Von Günter Riess.
Ich habe mir überlegt, wie es wäre, mit meinem C16 Programme superschnell laden zu können.
Allerdings wollte ich auf die üblichen Löcher, die bei einem Umbau anfallen, verzichten. So ein edles Teil verschandelt man doch nicht.
Da ich programmiertechnisch und elektronisch vorbelastet bin, überlegte ich mir eine sogenannte „switchless"-Methode.
Hierbei wird über einen Mikrocontroller einfach zwischen zwei Kernal-ROMs umgeschaltet, die in einem dafür programmierten EPROM gespeichert sind.
Beim ersten Kernal handelt es sich um das originale C16-Kernal, beim zweiten um das JiffyDOS-Kernal.
Als Umschalter benutze ich den bereits vorhandenen Reset-Taster an der Seite des Commodore 16.
Damit die Reset-Funktion erhalten bleibt, habe ich eine weitere Funktion in den Mikrocontroller integriert.
Mit einem kurzen Druck auf den Reset-Taster kann man zwischen den beiden Kernals umschalten; ein längerer Druck führt einen Reset aus.
Da ich nun meine Lieblingsprogramme superschnell laden konnte, fehlte noch die 64-KB-RAM-Erweiterung.
Hierbei wurden zwei RAM-Chips ausgetauscht und zwei Adressleitungen umgelegt.
Diese RAM-Erweiterung sollte ebenfalls abschaltbar sein, ohne den Commodore C16 zu verändern.
Am besten sollte dies mit einem Magneten funktionieren. Ich wollte kein Relais einbauen, um das nervige Klick-Klack-Geräusch zu vermeiden.
Das Problem besteht darin, dass die Adressleitungen nicht zu lang sein sollten, da es sonst zu Störungen kommen kann.
Da ich noch einen zuvor nicht benötigten GAL herumliegen hatte und keinen Bustreiber mehr besaß», programmierte ich den GAL als Bustreiber um.
Der Ausgang des GAL führt direkt zu den Adressmultiplexern U7 und U8. Die beiden ankommenden Adressleitungen werden im GAL zusätzlich aufbereitet.
Somit spielt die Leitungslänge am Enable-Eingang, an dem letztendlich der Magnetkontakt angeschlossen ist, keine Rolle mehr.
Bei Interesse sind die Quellcodes und Umbauanleitungen über das Kontaktformular erhältlich.
Letztes Update: 27.08.2026